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Die richtige Skiausrüstung für Skitouren in den Bergen

Wer am oder auf dem Berg in den Alpen auf einer Skitour aktiv unterwegs ist, der braucht dafür eine vernünftige Ausrüstung. Denn ohne das richtige Equipment kann der idyllische Ausflug in den Schnee der Skifahrerregionen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien oder Frankreich schnell zu einer echten Tortur statt zu einer wirklich schönen Skitour werden. Eine gut durchdachte Packliste ist daher von Bedeutung, die sowohl individuelle Umstände sowie die wichtigsten Basics berücksichtigt. Schneeradar hat eine Packliste erstellt, damit Sie Ihre Skitour in den Bergen gut ausgerüstet genießen können.

Welche Skiausrüstung ist für eine Skitour die richtige?



Prinzipiell muss es nicht immer die teuerste Ausrüstung sein, auch nicht beim Equipment für eine Skitour. Eine gute Verarbeitung ist hingegen durchaus wichtig und sinnvoll, vor allem dann, wenn es um Ihre Sicherheit geht. Im Zweifelsfall ist daher der Gang zum Fachmann zu empfehlen. Wer dank eigener Erfahrung bereits ganz genau weiß, welche Größen, Modelle und Ausrüstungsgegenstände gebraucht werden, der kann diesen Schritt getrost überspringen. Zunächst aber soll sich alles um den wohl wichtigsten Equipmentbestandteil gehen: die richtigen Skier. Daneben sind die Skibindung, Skischuhe und Skistöcke allerdings mindestens genauso wichtig.



Die Skier – insbesondere hier ist es wichtig, die eigenen Fähigkeiten und das gewünschte Einsatzgebiet im Auge zu behalten. Die Disziplinen sind mittlerweile zahlreich, unterschieden wird zum Beispiel zwischen Pistenskifahren, Skitouren, Telemarkskifahren oder Ski Freeriden. Und auch in diesen einzelnen Gruppen gibt es abermals Unterteilungen, darunter etwa Mountain, Race oder All. Mehr über die aktuellen Skineuheiten >

Die Skibindung – wie auch Skier, so unterscheiden sich die dazu passenden Bindungen je nach Disziplin. Am wichtigsten ist jedoch, dass sie professionell eingestellt werden und sich gegebenenfalls zur rechten Zeit lösen können. Wer diesen Part selbst übernimmt und nicht genau weiß, was er tut, kann ansonsten extrem schwere Verletzungen provozieren. Im Zweifelsfall ist der Gang zum Experten also unbedingt anzuraten.

Die Skischuhe – vor allem sollten Skischuhe gut passen und gleichermaßen bequem sein. Es empfiehlt sich daher, verschiedene Modelle im Fachgeschäft zu testen. Neben dem perfekten Halt, der sich direkt auf die Steuerung der Skier auswirkt und damit auch die Fahreigenschaften beeinflusst, ist auch darauf zu achten, dass der menschliche Fuß im Laufe des Tages um bis zu eine halben Nummer größer werden kann. Dies passiert, weil sich die Blutgefäße mit der Zeit weiten. Ideal ist es daher, den Schuhkauf auf den Morgen oder Mittag zu legen, da zu dieser Zeit ein gutes Mittelmaß gefunden werden kann. Unser Ski-Tipp: Die Schuhe sollten direkt mit den Socken anprobiert werden, die später auch beim Skilaufen getragen werden. So kann der Skialltag bestmöglich simuliert werden. Mehr über die richtigen Skischuhe >

Die Skistöcke – auch Skistöcke gehören standardmäßig zum Skilaufen dazu. Tatsächlich sind diese aufgrund der sogenannten Carvingskier mittlerweile nicht mehr zwangsläufig notwendig. Typischerweise werden sie genutzt, um den richtigen Schwung zu bekommen. Auch wenn die Nutzung heute nicht mehr unbedingt notig ist, so helfen sie dennoch dabei, den Schwung innerhalb einer Kurve leichter aufzubauen und sind daher keinesfalls nutzlos. Mehr über die richtigen Skistöcke >

Sicherheitsausrüstung – was ist notwendig, worauf kann verzichtet werden?



Skifahren ist nicht ganz ungefährlich, dafür sorgen nicht nur die oft hohen Geschwindigkeiten, sondern auch die manchmal schwierigen Wetterverhältnisse und trügerischen Schneemassen. Umso wichtiger ist es, dass Skifahrer mit einer entsprechenden Sicherheitsausrüstung vorsorgen. Dies gilt insbesondere für Skitouren, auf denen meist noch unberührtes Terrain betreten wird. Da Kopfverletzungen zu den größten Risiken gehören, ist der Helm in der Regel die einzige Schutzvorrichtung, die beim Skifahren notwendig ist. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann zusätzlich aber auch zu einem Rückenprotektor greifen. Dieser ist im Idealfall nicht spürbar, dafür aber sehr sicher und kann vor allem Freeridern und Freestylern gute Dienste leisten. Er dämpft die Wirkung von Schlägen auf den Rücken und mindert gleichzeitig die Einwirkung von spitzen Gegenständen. Ebenso schützt er die Wirbelsäule, wenn es zu Unfällen oder Zusammenstößen auf der Piste kommt

Der Skihelm sollte auf keinen Fall fehlen



Generell ist zu bemerken, dass erstaunlich viele Helmträger auf den Pisten unterwegs sind, vor allem im Vergleich zu den 90ern, als der Kopfschutz noch als absolut „out“ galt. Heute fallen hingegen diejenigen negativ auf, die auf ihn verzichten. Und das zu Recht, denn er kann im Fall der Fälle Leben retten, bewahrt vor starken Verletzungen und sieht heutzutage auch durchaus sportlich-schick aus. Abgesehen davon gehen mehr und mehr Länder dazu über, eine Skihelmpflicht einzuführen, die sich zwar vor allem an Kinder und Jugendliche richtet, aber auch Erwachsenen als Empfehlung dient.

In Deutschland gibt es aktuell keine Helmpflicht. Der Deutscher Skiverband, kurz DSV, sowie der Deutsche Skilehrerverband, kurz DSLV, weisen jedoch ausdrücklich und regelmäßig auf den Sinn des Helmtragens hin. Der Großteil der deutschen Pistennutzer ist von dieser Empfehlung übrigens überzeugt und greift freiwillig zum Helm. Laut snowplaza.de nimmt der Anteil der Helmträger daher stetig zu.

In Italien gibt es eine Helmpflicht für Kinder und Jugendliche bis zum 14. Lebensjahr. Bei Missachtung der Vorschrift droht ein Bußgeld von bis zu 200€ und der Verlust des Skipasses.

In der Schweiz, Norwegen, Kanada und USA werden Helme zwar nicht vorgeschrieben, dafür gibt es entsprechende Kampagnen um die steigende Bereitschaft zum Helmtragen weiter zu fördern.

In Frankreich greifen verhältnismäßig wenige Fahrer zum Helm – ein Umdenken findet allerdings durch den Unfall von Michael Schumacher in den französischen Alpen statt. Seitdem gehen die Sportler sensibler mit dem Thema Helmschutz um.

Skitouren Equipment, das auf keinen Fall fehlen sollte



Darüber hinaus gibt es einige hilfreiche, nützliche und sogar unverzichtbare Accessoires, die beim Skifahren aber auch auf einer Skitour in die Berge nicht fehlen sollten:

Die Skibrille: - Sie sorgt dafür, dass kein Schnee ins Auge gelangt, gleichzeitig verfügt sie aber auch über eine Tönung und verbessert so die Sicht auf der Piste. Ist der Himmel bedeckt oder ist die Piste neblig, so werden die Konturen verstärkt – ist es hingegen sonnig, dann sorgt die Brille für ein wenig Abdunkelung. Beim Kauf gilt es darauf zu achten, dass die Brille problemlos gemeinsam mit dem Helm getragen werden kann. Mehr über die richtige Skibrille >

Lawinenschutz: Im freien Gelände ist das Mitführen eines sogenannten LVS-Gerätes und einer Sonde zu empfehlen. Diese helfen bei Verschüttungen dem Suchteam, den Vermissten wieder zu finden. Zusätzlich bietet sich außerdem eine zusammenklappbare Schaufel an, mit der gegebenenfalls auch selbst eine Öffnung in den Schnee gegraben werden kann. Das bloße Mitführen genügt allerdings nicht, ein entsprechender Einführungskurs in Lawinenkunde und die korrekte Handhabung der Ausrüstung sind ebenfalls notwendig. Ein Blick auf www.lawinen.org wird von den meisten Skitourenfahrern bereits routinemäßig durchgeführt und kann für ganz Europa genutzt werden. Aktuelle Schneeverhältnisse und Wetteraussichten lassen sich so bei Bedarf auch noch unmittelbar vor dem Aufbruch checken.

Sonstige Skikleidung: Auch bei der Skikleidung können ein paar Dinge beachtet werden. Unbedingt dazu gehören eine Skijacke und eine Skihose, die sehr unterschiedlich ausfallen. So sollte auf alpinen Skipisten im Hochwinter besser zu wärmeren Jacken gegriffen werden, während im Frühling auch etwas dünnere Kleidung ausreichend ist. Das bewährte Schichten- oder auch Zwiebelprinzip ist ebenfalls von Vorteil, wenn kurzfristig auf Hitze oder Kälte reagiert werden soll. Es besteht meist aus verschiedenen Lagen wie Skiunterwäsche, Skihemd, Pullover und schließlich einer Jacke. Geachtet werden sollte auf atmungsaktive Kleidung, die schnell trocknet und Schweiß problemlos abtransportiert.

Skitouren mit Kind – welche Besonderheiten gibt es zu beachten?



Beim Skifahren mit Kindern gelten grundsätzlich gesehen die gleichen Anforderungen an die Ausrüstung wie für erwachsene Skifahrer. Geht es also um Skihelm, Schuhe, Bindung, Skier oder Stöcker, so ändert sich lediglich die Größe ein wenig. Gerade bei Kindern sollte der Sicherheitsstandard aber besonders hoch liegen und auf keinen Fall vernachlässigt werden. Das gilt zwar auch für Erwachsene, für Kids jedoch umso mehr. Ebenfalls zu berücksichtigen: Kinder wachsen, die Ausrüstung muss dies also ebenfalls tun und daher regelmäßig eingestellt, wenn nicht sogar ganz ersetzt werden. Ein paar Tipps für die Auswahl des richtigen Kinderequipments:

Wie groß dürfen Skistöcke sein? Bestenfalls beträgt die Höhe etwa Dreiviertel der Körpergröße, diese Faustformel kann sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern angewandt werden.

Skier: Lang oder kurz? Geht es um die Auswahl der passenden Skier für Kinder, so gilt: Je kürzer der Ski, desto einfacher fällt das Erlernen des Skifahrens. Für Anfänger sind kurze Skier daher in jedem Fall besser geeignet und zu empfehlen, wobei auch zu Modellen mit Tailiierung gegriffen werden sollte – mit ihnen fallen die ersten Kurven im Schnee besonders leicht. Schon nach wenigen Tagen können die meisten Kinder aber bereits auf etwas längere Skier umsteigen.

Skischuhe – welche Größe ist die richtige? Skischuhe sollten nach Möglichkeit perfekt passen und sollten niemals zu groß ausfallen. Andernfalls wird die Kraft der Skier schlecht übertragen und das wiederum bringt es mit sich, dass einerseits das Verletzungsrisiko steigt und andererseits der Spaßfaktor abnimmt. Da Kinder noch mitten im Wachstum sind, macht es an dieser Stelle meist mehr Sinn die Skischuhe einfach im Sportgeschäft auszuleihen, anstatt sie zu kaufen. Ebenfalls wichtig: Die Außenschale des Schuhs sollte nicht zu hart sein, damit sich die Kids besser bewegen können.

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Gut ausgerüstet kann die Skitour in die Berge beginnen

Noch ein guter Tip zum Schluss! Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Besorgungen und das effektive Packen Ihrer Ausrüstung vor dem Beginn einer Skitour. Komfort sollter bei der Skiausrüstung immer Vorrang vor der Lieblingsfarbe haben. Schließlich wollen Sie ja ohne Schmerzen und Blasen das Ziel Ihrer Tour erreichen: weite unberührte Tiefschneehänge und das Gefühl beim Wendeln durch den Pulverschnee quasi über die Skipiste zu fliegen.

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